Eibenhof

GESCHICHTE

Das erstmals 1423 urkundlich erwähnte „Gut Saarow“, wie der heutige Eibenhof ursprünglich genannt wurde, war gleich zweimal Ausgangspunkt der bewegten Geschichte des Ortes Saarow beziehungsweise des späteren Bad Saarow.

Mittelpunkt der Anlage ist das 1723 in der Blüte des „Brandenburger Barock“ erbaute Herrenhaus.

1423 Erste urkundliche Erwähnung. Eigentum der Ritter von Löschebrand, die das Land rund um den Scharmützelsee von den Gütern Pieskow und Saarow bewirtschaften. 1723 Bau des heutigen Haupthauses durch Ernst-Friedrich von Löschebrand.1860 Nach dem Tod des letzten Namensträgers Carl Wilhelm Erdmann von Löschebrand erwirbt Freiherr von Bonserie das Gut Saarow. 1905 Berliner Landbank kauft durch Hofkammerrat Paschke das Anwesen. Die „Villenkolonie Saarow“, aus der der heutige Stadtkern Bad Saarows entstand, wird von hier geplant und entwickelt. 1908 Der „Distanzreiter“ Freiherr von Reitzenstein erwirbt das Gut zur Pferdezucht. 1911 Bau des historischen Seebades zusammen mit Bahnhof und Moorbad.

1919 Dr. Paul Grabley erwirbt die Anlage und baut sie in ein Sanatorium für Zivilisationskranke um. Er nennt das Anwesen Eibenhof. 1949 Der Kulturbund der DDR erwirbt den Eibenhof als Erholungs- und Tagungsort für Kulturschaffende, insbesondere im Bereich der Literatur. 2005 Denkmalgerechte Sanierung von Gebäuden und Park bis 2008 im Auftrag der neuen Eigentümer Freifrau Alexa und Freiherr Johannes von Salmuth (Architekten Thomas Müller und Antje Petersen, Gartenarchitekten Lady Arabella Lennox-Boyd und Jonny Griffiths, London, in Zusammenarbeit mit Heiko Bethke, Bad Saarow). 2012 Eröffnung der neu errichteten Kulturscheune auf dem Eibenhof.